Therapie ohne Grenzen - Interdisziplinäre Zusammenarbeit im gemeinsamen Austausch

Therapie ohne Grenzen - Interdisziplinäre Zusammenarbeit im gemeinsamen Austausch

Therapie ohne Grenzen - Interdisziplinäre Zusammenarbeit im gemeinsamen Austausch

Manchmal muss man für eine erfolgreiche Therapie über den Tellerrand blicken – die Zahnmedizin reicht oftmals nicht aus, um spezielle Patienten zu verstehen, optimal zu behandeln und langfristig zu betreuen.

Entwickeln Sie ein Gespür für zugrunde liegende Erkrankungen innerhalb und außerhalb des Mundes, erfahren Sie Alles über die relevanten Schnittstellen von Zahnmedizin und Medizin und erhalten Sie Tipps für eine strukturierte interdisziplinäre Therapie.

Erleben Sie an jedem Kurstag den spannenden Austausch zweier renommierter Experten (ein/-e Mediziner/-in bzw. Therapeut/-in und ein/-e Zahnmediziner/-in) – der Blick über den Tellerrand lohnt sich für Sie und Ihre Patienten!

Wir würden uns sehr freuen, wenn wir Sie als Teilnehmer der FAZH GmbH in Frankfurt begrüßen dürften!

Weitere Kursinformationen

 

Tag 1

Mittwoch, 12.10.2022 / 09:00 Uhr – 17:00 Uhr

Dr. Isabel Deckwer / Dr. Gerd Appel

Allgemeinmedizin

Durch die zunehmend bessere medizinische Versorgung steigt auch die Zahl komplex vorerkrankter Patient*innen in unseren Praxen. Auf diese Herausforderung müssen wir optimal vorbereitet sein. In dem Workshop gehen wir auf typische Probleme und deren Lösungen ein, z.B.- Antikoagulation und Thrombozytenaggregationshemmung - wo ist da eigentlich der Unterschied? Muss ich die Medikamente absetzen? Oder doch nicht? Wie vermeide ich eine Nachblutung? - Antibiotikatherapie - „Das haben wir immer schon so gemacht“. Aber warum eigentlich? Bei Herzklappen- / Gelenkersatz eine Bakteriämie vermeiden. - Schmerztherapie - Optimierung der Heilungsvoraussetzungen und des Patientenkomforts- Prämedikation beim Angstpatienten - schon mal drüber nachgedacht? - Multimedikation - ab fünf Medikamenten wird es unübersichtlich. Und wie erreiche ich den Hausarzt? - Diabetes, Allergien und KHK: Welche Lokalanästhesie darf es denn sein? - Bisphosphonat Therapie: Der Zahn muss raus – und nun?- Warum kriegen wir die Parodontitis nicht in den Griff? Nicht immer liegt es nur an der Mundhygiene! - Corticoide: Nutzen und Risiken Der Kurs wird interdisziplinär durchgeführt, jedes Problem wird von zahnärztlicher und hausärztlich/internistischer Seite bearbeitet.

Wir freuen uns auf eine interessante, abwechslungsreiche und praxisrelevante Veranstaltung mit Ihnen, nach dem Motto: By failing to prepare you are preparing to fail Benjamin Franklin

 

Tag 2

Samstag, 10.12.2022 / 09:00 Uhr – 17:00 Uhr

Prof. Dr. Dr. Norbert Enkling / Dr. André Wannemüller

Psychologie

Subklinische Zahnbehandlungsangst ist ein häufiges Phänomen. In Befragungen äußern ca. 80% der Menschen, Unbehagen oder leichte Furchtsymptome beim Gedanken an die nächste Zahnbehandlung zu empfinden. Sie muss jedoch deutlich von der Zahnbehandlungsphobie abgegrenzt werden, die eine einschränkende psychische Störung darstellt und für die Betroffenen mit schwerwiegenden Symptomen auf kognitiver, physiologischer und Verhaltensebene einhergeht. Die Zahnbehandlungsphobie ist die häufigste Ursache für die Vermeidung von Zahnarztbesuchen und extreme Furchtreaktionen im Kontext der Zahnbehandlung, aber auch andere Angst- und Traumafolgestörungen können mit massiver Zahnbehandlungsangst und Vermeidung einhergehen. Im Vortrag wird auf die Ätiologie und Phänomenologie der Zahnbehandlungsphobie eingegangen. Die Zahnbehandlungsphobie wird differentialdiagnostisch von anderen im Kontext der Zahnbehandlung relevanten psychischen Störungen abgegrenzt und es werden die Güte und Anwendungsbereiche gängiger Diagnose- und Screening Tools erörtert. Außerdem wird eine kognitiv-verhaltenstherapeutische Kurzbehandlung gegen Zahnbehandlungsphobie und deren Effekte auf kognitiver, physiologischer und Verhaltensebene vorgestellt. Aus zahnärztlicher Sicht wird die Berücksichtigung und Integration der psychologischen Fragestellungen in den Praxisalltag beschrieben. Es wird gezeigt, dass psychologische Aspekte zeitlich ergonomisch in das Anamnesegespräch eingebaut werden können und von großer Bedeutung für den zahnärztlichen Behandlungserfolg sind.

 

Tag 3

Samstag, 04.02.2023 / 09:00 Uhr – 17:00 Uhr

Dr. Steffanie Görl / Mirjam Ann Aichholz-Kuntz

CMD + Physiotherapie

Konstruktive Interaktion von Zahnarzt und Physiotherapeuten ist für Diagnostik und Therapie von CMD-Patienten sehr lohnend. Es ermöglicht eine schnellere oder manchmal überhaupt erst eine Erfassung der Beschwerdeätiologie. Das interdisziplinäre Konzil muss jedoch trainiert werden. Gegenseitiges Vertrauen und Kenntnis von der Vorgehensweise des/der Kollegen/Kollegin sind unabdingbar. Dieser Kurs zeigt die interaktive Herangehensweise an komplexe CMD-Fälle. Anhand von Fallvignetten werden Untersuchungs- und Behandlungsmaßnahmen dargestellt. Sie bekommen einen Einblick, wann andere Fachbereiche mit hinzugezogen werden sollten, um auch komplexen Patientenfällen einen individuell angepassten Therapieansatz zur Beschwerdelinderung zu ermöglichen. Mittels gegenseitiger Übungen werden die wichtigsten Hands-on-Techniken aus beiden Fachbereichen exemplarisch geübt. Frau Dr. Görl und Frau Aichholz-Kuntz sind ein seit 2007 eingespieltes Team in der interdisziplinären Zusammenarbeit zwischen Zahnmedizin und Physiotherapie. Profitieren Sie von deren jahrelangen Empirie sowie deren Anspruch an evidenzbasiertem Arbeiten, sowie dem Mut, auch neue Wege zu gehen in der interdisziplinären Zusammenarbeit für den Patienten. Wir bitte Sie, in bequemer Kleidung zu erscheinen

 

Tag 4

Freitag, 24.03.2023 / 09:00 Uhr – 17:00 Uhr

PD Dr. Dr. Dr. Thomas Ziebart / Prof. Dr. Susanne Gerhardt-Szep

Onkologie

Onkologische Patienten stellen in der Zahnarztpraxis eine besondere Herausforderung für das ganze Team dar. Durch die onkologische Erkrankung bedingt, muss der Behandler eine Vielzahl von Dingen beachten, die mit der zahnärztlichen Behandlung interagieren können. Gerade beim kompromittierten Patienten ist mit einer reduzierten Wundheilung zu rechnen und schwerwiegende Komplikationen von Zahnverlust bis Kiefernekrose können bei einer inadäquaten Behandlung resultieren. Letztendlich darf man auch den psychoonkologischen Aspekt einer onkologischen Erkrankung nicht aus dem Auge verlieren: Oftmals ist der Patient durch eine Vielzahl von medizinischen Eingriffen sensibilisiert, hat ein anderes Schmerzwahrnehmen und bedarf demnach auch ein spezielles therapeutisches Setting. Ziel des Kurstages ist das Thema Onkologie von seinen verschiedenen Facetten zu beleuchten und mit Ihnen Behandlungsstrategien zu erarbeiten. Inhalte des Kurses sind: Darstellung wichtiger onkologischer Erkrankungen aus Sicht des Zahnarztes Psychoonkologischer Aspekt der Tumorerkrankung Bedeutung der Bestrahlung und Chemotherapie für die zahnmedizinische Behandlung Update Osteoradionekrose und Medikamenten assoziierte Kiefernekrose Konservative Therapie und prothetische Planungskonzepte bei onkologischen Patienten Chirurgie und Implantologie beim kompromittierten, onkologischen Patienten

 

Tag 5

Samstag, 06.05.2023 / 09:00 Uhr – 17:00 Uhr

Dr. Felix Blankenstein / Prof. Dr. Joachim Fluhr

Dermatologie

1) Der „Zahnersatz-Intoleranz-Patient“ - immer ein Allergiker? Eine „Prothesen-Allergie“ sollte im Ausschlussverfahren diagnostiziert werden, denn der von Patienten, Heilpraktikern und Glaubensmedizin gefühlten Häufigkeit steht eine sehr niedrige Prävalenz gegenüber. Bevor also ein Allergietest verordnet wird, sind die vielen denkbaren mechanischen, elektrochemischen und psychosomatischen Ursachen zu klären. Wenn aber getestet wird, dann richtig: Wo testen? Wie testen? Womit testen? Wie auswerten? Wie interpretieren? Und wie geht der Zahnarzt am Ende mit den Testergebnissen um?

2) Patienten mit Sklerodermie leiden unter Mikrostomie. Oder ist da noch mehr? Eine Mikrostomie jeder Genese erschwert die prothetische Therapie enorm. Welche zahnärztlichen Möglichkeiten und Tricks gibt es dann? Was aber ist angesichts des vielfältigen Krankheitsbildes bei diesen Patienten allgemein zu beachten? Therapieoptionen bei den Subformen der Sklerodermie.

3) Pilzbesiedelung auf der Mundschleimhaut - ernst zu nehmende Erkrankung oder Regelbefund beim Prothesenträger? Eigentlich ist es einfach: Nach positivem Abstrich werden Antimykotika verordnet, und nach abschließendem Negativ-Abstrich gilt der Patient als geheilt…. bis zum nächsten Mal. Um diesem Kreislauf zu entrinnen, bedarf es einer systematischen Kausal-Betrachtung der Hefepilz-Besiedelung und Ihrer vom Schweregrad abhängigen Bekämpfung. Das kann ganz einfach sein. Aber neben den Candidia-Spezies siedeln mitunter auch harte Pathogene, die unterbestimmten Bedingungen durchaus tödlich sein können. Gibt es eine Prophylaxe? Hilft eine Ernährungsanpassung?

4) Intra- und periorale Tumore Die Suche nach klinischen Zeichen von Malignität gehört zur zahnärztlichen Befunderhebung. Welche Veränderungen sollten die Zahnärzte alarmieren? Wann sollte eine Biopsie veranlasst werden? Wie muss dabei mit Anti-Koagulanzien vorgegangen werden? Therapieoptionen und Prognosen.

 

 

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